Der junge Sereetzer Mittelstürmer Florian Ramm auf dem Weg zum 5:2. Er umkurvt SVF-Torwart Florian Koehn und schießt ein. Die Burger Abwehr wurde immer wieder überspielt.


Heiko Witt vom Fehmarnschen Tageblatt schickte uns folgenden Artikel:

Es war so einfach, gegen den SV Fehmarn Tore zu schießen.

Eine geradezu naive Vorgehensweise in der Defensive führte am Samstag zu einer saftigen 2:6 (1:4)-Packung beim SV Sereetz, der dabei kaum gefordert wurde. Nach 42 Minuten stand es schon 4:0 für Sereetz. Der SV Fehmarn fand zu der Partie beim Spitzenreiter keine Einstellung. In der 5. Minute fiel gleich das 1:0, weil sich die Burger Abwehr nach einem langen Einwurf von Witosseck, den Florian Ramm verwandelte, noch im Tiefschlaf befand. Im Feld sah es fast so aus, als spiele der SVF gleichwertig. Doch es reichten den Sereetzern einige wenige Spielzüge, um wie im Training vor das Tor zu kommen. Das lag zum einen an der spielerischen Klasse der Gastgeber mit ihren schnellen Talenten in der Offensive, das lag aber auch an der fehlenden Aggressivität und an einer absolut mangelnden Abstimmung in der Viererkette der Gäste. Weil die SVF-Abwehr bei einer Ballstafette fast passiv blieb, ging André Rockel dazwischen, drehte sich, dribbelte kurz und schoss zum 2:0 ein (21.). Indisponiert war Alex Huber, der André Treimer anschoss, so dass der Ball in den Lauf von Florian Ramm kam. Ramm ging allein durch und erhöhte auf 3:0 (27.). Kurz darauf wurde Huber durch Lars Meißner ersetzt, der nach einem zu harten Einsteigen die rote Karte sah (54.). Ganz ruhig spielten die Sereetzer Flachpässe vor dem Strafraum. Denis Aktürk schob raus zu Markus Witosseck, der legte vom rechten auf den linken Fuß und täuschte die nicht wirklich störenden Burger Abwehrspieler ­ 4:0 (42.). Einer der wenigen beim SVF, die sich aufbäumten, war Kapitän Lutz Konrad. Per Kopfball (44.) und per Elfmeter nach Foul an Görl (60.) brachte er seine Mannschaft auf 2:4 heran. Doch dann ging erneut Florian Ramm alleine durch, umkurvte Torwart Florian Koehn und schoss ein (68.). Vorangegangen war ein > weiterer Stellungsfehler der Innenverteidigung. Wir waren überfordert, räumte SVF-Trainer Jens-Uwe Schaumann ein. Per Kopfball erzielte Martin Mendig das 6:2 (87.).

Die Torschützen Florian Ramm, André Rockel und Martin Mendig sind alle genau 20 Jahre alt. An ihnen wird der SV Sereetz noch viel Freude haben. Dem Aufsteiger ist der direkte Durchmarsch in der Bezirksliga zuzutrauen. Beim SVF fehlte vor allem der verletzte Mathias Anders. Es machte sich auch bemerkbar, dass man Leistungsträger wie Dirk Lippert (studiert in Mainz) oder Marco Molles (beendete vorerst seine Laufbahn) gegen solche Gegner nicht ersetzen kann. Es war die höchste Niederlage seit Ostern 2005 (2:6 in > Rönnau).

SVF: Koehn ­ L. Konrad, Werner, Koppensteiner, Huber (33. Meißner) ­ Treimer, Ackermann ­ Eckhardt, Unger (80. Schuwirt), K.-U. Konrad ­ Görl. Bester Spieler: L. Konrad. Schiri: Heeser (Breitenfelde), mäßig. Rote Karte: (54.) Meißner, Foulspiel. Tore: 1:0 (5.) Ramm, 2:0 (21.) Rockel, 3:0 (27.) Ramm, 4:0 (42.) Witosseck, 4:1 (44.), 4:2 (60./FE) L. Konrad, 5:2 (68.) Ramm, 6:2 (87.) Mendig.

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