Lübecker SC - Sereetzer SV 4 : 1 (0 : 1)

Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui!

Leider fehlten uns wieder zwei Stammspieler: Benny war mit Magen- und Darmgrippe verhindert und Patrik befindet sich noch in den Händen des Masseur. Dazu gesellt sich unser Langzeitverletzte Sebastian. Yorn ist ein Lichtblick und ist ins Training wieder eingestiegen.

Aber nun zum letzten Spiel: Ab auf den Grantplatz und gleich die 1. Minute, schnell vorgetragendes Spiel der Sereetzer und da hätte es schon fallen müssen, das erste Tor, es fehlten nur Zentimeter. Wir rissen das Zepter an uns, volle Konzentration und Laufbereitschaft jedes Einzelnen. Wir spielten druckvoll, schnell und abwechslungsreich nach vorne und dabei ließen wir den Gegner nur wenig Freiheiten und Chancen zu. Es funktionierte nicht alles, aber wir setzten den Tabellenvierten dermaßen unter Druck, dass der überhaupt nicht wußte, was mit ihm geschah. Es häuften sich Torchancen über Torchancen, aus dem Spiel heraus und nach sehr gut getretenen Ecken. Markus und Lars verzweifelten schon fast, denn es hätte zur Halbzeit 3:0 oder auch 4:0 für uns stehen können. Und dann kam es, 10 Minuten vor dem Halbzeitpfiff schoß unser Linksfuß Timo das ersehnte 1:0. Wunderbar! Wir sind in Führung gegangen und dieses war zu diesem Zeitpunkt auch hochverdient. Man ging erhobtem Hauptes in die Kabine. Es wurde gelacht und man weinte nicht den vergebenen Chancen nach. Um einen Spieler besonders in der ersten Halbzeit hervorzuheben: Martin, unser Linksverteidiger.

Und dann - wir müssen den Sack doch einfach zu machen, unser Spiel weiter runterspulen. Nein - keine Laufbereitschaft, Standfußball, Konzentrationsschwächen, keine Zuordnung und der Spielaufbau, ja wo ist der geblieben? In der Kabine? In der zweiten Halbzeit ließen wir den Lübecker SC spielen und bekamen für unsere eigene Dummheit den Ausgleich und dann das 2:1 kassiert. Nichts war mehr zu sehen von dem Glanz der ersten Halbzeit, der Schatten der Vergangenheit herrschte über und in den Köpfen der Spieler. Das 3:1, welches durch einen unberechtigten Elfmeter geschah, brach der Mannschaft komplett das Genick.

Unterm Strich hat die Mannschaft das Spiel selber verloren, denn so stark überlegen und beeindruckend war der Gegner nicht. Es wären drei Punkte und damit der erste Sieg greifbar gewesen, aber es reicht nicht nur eine Halbzeit zu glänzen, wenn man dann vergißt Fußball zu spielen. Es geht weiter - und wir werden das dunkle Tal durchqueren, denn unsere Zeit ist reif - wir müssen es jetzt nur verstehen unsere Lorbeeren einzusammeln.

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