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SSV 2. Herren - Kabelhorst-Schwienkuhler SC 5 : 4 | ![]() |
Der erhoffte Dreier Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Kabelhorst-Schwienkuhlen. Angesichts der Tabellensituation sicherlich ein "6-Punkte-Spiel". Und so legten wir los wie die Feuerwehr. Recht schnell und gradlinig wurde die ersten 10 Minuten auf das Tor des Gegners gespielt. Gleichwohl schon zu Beginn ein erster Weckruf, als bei einem Konter des Gegners der Pfosten helfen musste. In der 8. Minute die schnelle Führung. Eine Kerze im Strafraum konnte der Gästekeeper nicht abfangen, der Ball fiel Heiko Diekert mehr oder weniger auf den Kopf und zur Überraschung aller lag der Ball im Netz. Weiter geht´s - hätte man glauben sollen. Aber im Gefühl des sicheren Sieges (logisch nach 10 Minuten und 1:0-Führung im Rücken) wurden jetzt einige Gänge zurückgeschaltet und somit der Gegner stark gemacht. In der 19. Minute dann ein Patzer in der Abwehr, der irgendwie symbolisch für das ganze weitere Spiel sein sollte. Eine Kopfballverlängerung von Norman am Sechzehner zum Gegner, nicht der letzte Fehler des Liberos und seiner Abwehr an diesem Abend. Zum Glück konnte Vincent den Ball von der Linie kratzen. In der 25. Minute erhält Moritz nach Foulspiel die gelbe Karte. In der 26. Minute dann der erste Gegentreffer. Einmal mehr ein langer Ball in den Strafraum, der Gegner erhält den Ball, den ersten Schuss kann Vincent noch abwehren, beim Nachschuss ist er chancenlos. So wie in dieser Szene lassen sich unsere Verteidiger immer wieder düpieren (siehe z.B. Bericht gegen Strand 08). Bei hohen Bällen in den Strafraum oder wenn der Ball in den Raum gespielt wird, muss ich als Verteidiger (aber auch Mittelfeldspieler bei der Defensivarbeit) schon im Moment des Abspiels, besser noch davor, gedanklich auf Abwehr geschaltet haben. Nicht erst, wenn der Ball über mich rüber oder an mir vorbei gespielt wurde, beginnt das Abwehrverhalten. Nein, ich muss mich in diesem Moment schon zwischen Gegner und eigenes Tor gebracht haben, ich stehe näher zum Tor als der Gegner, nicht immer wieder auf gleicher Höhe mit ihm. Aber ich soll ja nur über den Spielverlauf berichten - Tschuldigung. Nach 31. Minuten endlich wieder ein schnell ausgeführter Angriff, den Tobias Mau zur 2:1-Führung verwerten kann. In der 40. Minute dann wieder ein Auftritt von Heiko Diekert. Er tanzt am rechten Strafraumeck drei Gegenspieler aus, legt mustergültig quer auf den freistehenden Moritz Oldörp und der erhöht auf 3:1. Gutes Halbzeitergebnis. Wenn da nicht Benjamin Mau (wieder mal) etwas dagegen gehabt hätte. Nur eine Minute später geht er wieder viel zu ungestüm im Strafraum gegen seinen Kontrahenten zu Werke, der fällt, der Schiri pfeift Elfmeter. Benny, das hast Du doch überhaupt nicht nötig. Du bist regelmäßig schneller als Deine Gegner. Lauf ihn doch ab (das darf man auch im Strafraum) oder bring Dich wenigstens zwischen Ball und Tor. Das reicht. Vincent konnte heute seine zuletzt gezeigten Elfmetertöterqualitäten nicht zeigen. Der Ball sitzt, 3:2. Jetzt ist aber Halbzeit. Nein, immer noch nicht, denn in der 43. Minute kann Kabelhorst-Schwienkuhlen den Ball nicht aus dem Strafraum befördern. Aus einem wilden Gestocher heraus fällt das 4:2. Man munkelt, es war Marc Klüver. Jetzt ist aber wirklich Halbzeit. Nach der Pause kommt Benedikt Dikert für Moritz Oldörp. Sereetz kommt wieder mit mehr Elan aus der Kabine. In der 52. Minute ein Konter über Andy Wendt, er bleibt mit seinem Schuss am Keeper hängen, erhält den Ball jedoch noch einmal zurück. Statt nun aber quer auf den freistehenden Bene zu passen, versucht er es noch einmal selbst und scheitert erneut. Andy, was haben wir denn in einer solchen Situation gelernt? In der 54. Minute (pennt die Abwehr) unterläuft der Abwehr ein Stellungsfehler und der Gast kommt wieder auf 4:3 heran. Insbesondere Andy hat in der Folge noch einige Chancen, aber die Fernschüsse bringen nichts. Anders dann in der 61. Minute. Ein über den Flügel vorgetragener Angriff, schöne Flanke auf den völlig freistehenden Bene und der alte 2-Tore-Abstand war wieder hergestellt. Nach 72. Minuten verlassen Heiko Diekert und Tobias Mau das Feld. Für sie greifen jetzt Tobias Warncke und erneut Moritz Oldörp ins Spielgeschehen ein. Und in der 79. Minute durfte dann auch noch André Frese ran. Das Spiel blieb weiterhin geprägt von Abwehrfehlern (glücklicherweise auf beiden Seiten). Um es noch einmal spannend zu machen, probierten wir jetzt noch einmal auf Abseits zu spielen. Ging natürlich prompt daneben, 3 Gegner tauchten vor Vincent auf und so stand es in der 90. Minute nur noch 5:4. Moritz wurde kurz darauf noch mit dem gelb-roten Karton belohnt und so galt es, die Nachspielzeit mit 10 Mann zu überstehen. Zum Glück sah der Schiri keine Veranlassung, großartig nachzuspielen und es blieb beim erhofften Heimsieg. Fazit: Leider hat der derzeitige Tabellenvorletzte aus Benz-Nüchel am Abend in Pansdorf auch gewonnen, sodass der erhoffte Abstand zu den Abstiegsplätzen nicht eingetreten ist. Sonntag geht es um 14:00 Uhr zum Tabellennachbarn nach Neustadt. Das nächste 6-Punkte-Spiel. |
Bericht: Michael Drenckhahn |