NTSV Strand 08 - SSV 2. Herren 2 : 0 ( 1 : 0 )

Ein Himmelreich für einen Knipser

Spiel beim Nachbarn in Timmendorf. Mit Deniz, Martin und Christopher 3 Spieler aus dem Ligakader dabei. Gleichzeitig 4 Spieler an die personalgeschwächte Dritte abgegeben.

Unser Spiel wirkte in der Anfangsphase sehr zerfahren. Keine Zuordnung und so war es auch nicht verwunderlich, dass es bereits in der 3. Minute klingelte. Timmendorf nutzte unsere Desorientierung, schickte einen Spieler steil in den 16er und der konnte ungehindert einschieben.

Es brauchte bis zur 10. Minute, ehe wir auch mal gefährlich vor dem 08-Keeper auftauchten. Aber Deniz Aktürk schoß einen Freistoß knapp am Tor vorbei.

Timmendorf tauchte immer wieder vor unserem Strafraum auf. Insbesondere Standards, die hoch und lang in den Strafraum geschlagen wurden, sorgten immer wieder für Gefahr, weil wir nicht mit unseren Gegnern mitgingen und so häufig zwei bis drei Gegner völlig frei zum Kopfball gehen konnten. Wir waren insgesamt in der ersten Halbzeit zu weit weg von unseren Gegenspielern. Diese waren aber auch immer einen Schritt schneller am Ball. Wir beschränkten uns aufs Mitlaufen.

In der 21. Minute der erste Wechsel. Stefan Mai bekam einen Schuß direkt aufs Ohr und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Marc Klüver. Stefan, wenn´s nicht besser wird, schnell zum Arzt gehen. Damit ist nicht zu spaßen.

In der 27.!!! Minute der erste Schuß, den der Gästekeeper halten musste.

Chancen gab es in der ersten Halbzeit schon einige für uns. In der 32. Minute ein langer Ball in den Strafraum auf Martin, der köpft den Ball nach oben. Den herabfallenden Ball hätte er aus 8 Metern einschießen können (wenn er ihn denn getroffen hätte). Gleich danach zwei weitere hochkarätige Chancen, aber irgendwie war immer ein Bein des Gegners oder der Keeper dazwischen.

So blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0 für Strand. Insgesamt nicht unverdient.

Jetzt musste eine Schippe draufgelegt werden, wenn hier noch was gehen sollte. Und so war es dann auch. Die zweite Hälfte gehörte dem SSV. Schon die erste Situation sollte den Weg für die kommenden 45 (nah sagen wir 40) Minuten weisen. Ein langer Ball von Marcel in den Strafraum zu Christopher, der ließ, nicht zum letzten Mal, seinen Gegenspieler alt aussehen, aber der Keeper konnte parieren.

Angriff um Angriff rollte auf das Strander Tor zu. Und wer so auf den Ausgleich drängt, der ist natürlich anfällig für Konter.

Deniz leitet mit einem völlig verunglückten Kopfball an der Mittellinie (Richtung Sereetzer Tor) einen Konter für Strand ein (erster richtiger Angriff in Hälfte zwei), aber der Strander Stürmer brachte den Ball nicht im Sereetzer Tor unter.

Davon unbeeindruckt erspielten wir immer wieder unsere Chancen. In der 60. Minute fummelte sich Martin im Strafraum an drei Gegnern vorbei, aber es gelang wieder nicht, das Runde endlich in das Strander Eckige zu knallen. Das könnte eigentlich das Einzige sein, was man neben der schlechten Chancenverwertung anmerken müsste: Es ging zu viel durch die Mitte, fast mit dem Kopf durch die Wand. Der Platz in Timmendorf ist so schön breit und auch so lang.

In der 65. Minute kam Moritz Oldörp für Marcel.

In der 70. Minute konnten die Strander nach Ecke auf der Linie klären.

Eine Minute später, wir haben Einwurf in der Hälfte des Gegners, alles in der Vorwärtsbewegung und dann ein Mißverständnis zwischen Einwerfer und Mitspieler. Der Gegner sagt Danke, ab geht´s Richtung Sereetzer Tor und wir lagen mit 0:2 zurück.

Wir wollten (noch) nicht aufgeben. Beste Chancen 5 Meter vor dem Tor wurden nicht verwertet. Bis zum 16er lief das Spiel, dann jedoch fehlte der entscheidene Moment, die Explosion am oder im Strafraum und vielleicht auch mal die Schleuderpieke.

Auch Florian Germann, der in der 81. Minute für Christopher kam, konnte daran nichts ändern.

Nach 85 Minuten ging uns merklich die Puste aus und der Gegner kam zu Kontern. In der 85. Minute konnte sich Vincent gleich zweimal beweisen, als er gegen die auf ihn zulaufenden Strander retten konnte.

Und dann war es vorbei. Ein Unentschieden hätte den Spielverlauf meines Erachtens korrekt wiedergegeben. Aber dafür muss man so viele Tore schießen wie man kassiert.

Stephan für die bevorstehende OP alles Gute und baldige Genesung. Vielleicht helfen da ein paar Tore gegen Dissau am kommenden Sonntag um 14:00 Uhr im Waldstadion.



Bericht: Michael Drenckhahn